lostKIDz | 9. August 2025 | 0 Comments

Familiensystembetreung von Trennungsfamilien – ein Überblick

Es ist ja nicht so, dass es keine Angebote gibt. Etliche freie Träger bieten die Möglichkeit , dass sich Trennungsfamilien systemische Hilfe holen können. Doch, wenn einer nicht will, dann eben nicht. Hier wird der Staat der Aufgabe nicht gerecht, das Wohl der Kinder und Eltern einer wirklich suffizienten Hilfe zu sichern. Zwei Bilder sollen dies deutlich machen.

Wir haben gelernt, dass alle Trennungen emotional geführt werden, hochstrittige Trennungen sind so hoch emotional belastet, dass beide Elternteile sich in einer Art “Überlebensmodus” befinden. Das heißt, sie sind einer sachlichen Verarbeitungsweise nicht mehr zugänglich. Wichtigster Streitpunkt sind natürlicherweise die Kinder. Wenn man lange genug zieht, verliert ein Elternteil den Kontakt. Die Kinder nehmen immer Schaden. 

Damit das nicht passiert, hat der Staat “vorgesorgt”. Und dies dann nicht konsequent umzusetzen.

Der Staat möchte allen Kindern eine stabile Basis geben und auch beide Elternteile nach einer Trennung den Kindern erhalten. Nun, man erkennt gut, dass der “staatliche Finger” keine  wirkliche Sicherheit bietet. Zu fragil, zu unbeständig wirkt er. Zu schnell droht der Stein – auf den die Kinder stehen müssen – zu fallen. Und genau das ist die Dynamik an deutschen Familiengerichten. Nichtteilnahme an Mediationen wird ebenso selten sanktioniert, wie die Blockierung von Umgängen.

Die neue Erkenntnis: Das derzeitige Prozedere richtet mehr Schaden als Nutzen an – für die Kinder, die Eltern – letztendlich für seine Bürger. Die angebotene Hilfe muss reformiert werden. Der Staat hat seit Jahrzehnten bewiesen, dass er mit seinen Instrumenten und der Art der Anwendung weitestgehend überfordert und unfähig ist Kinder und Eltern zu schützen. Der wackligen Plattform ein stabiles Fundament zu geben, wäre wünschenswert Ist aber als utopisch zu betrachten. Aber der Trennungsfamilie  ganzheitlich auf schon bestehende feste Mauern zu helfen, wäre wohl die eleganteste Lösung. Und wie gesagt, diese gibt es bereits. Denn es geht allein darum, Trennungsfamilien aus dem Ausnahmezustand herausholen. Besonders skandinavische Länder leben es seit langer Zeit vor. Für mehr seelische Gesundheit – für alle, die hochstrittige Trennungen zu bewältigen haben. Es geht im Leben darum, Brücken zu bauen und nicht Gräben zu vertiefen, die von individuellen Narrativen genährt werden – bei Jugendämtern, Familiengerichten und gerade auch im Umfeld  der Trennungskinder.

Diese Erkenntnis führt uns zurück zum Beitragsbild:

Nur eine ganzheitliche systemische Betreuung von konfliktbehafteten Trennungsfamilien kann Kindern und Elternteilen helfen. 

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